Aqualand Köln zwei neue Rutschenattraktionen und ein Fake-Element im Kölner Erlebnisbad

Do., 11.08.2016    20:30 Uhr
Aqualand Köln 2016

Der Crazy River im Aqualand Köln war bei Rutschenfans wegen der Bremselemente und den langsamen Zwischenbecken nicht sonderlich beliebt, jetzt ist die Rutsche, die seit Eröffnung des Aqualand Köln mit dabei war, weg. Grund: Eine neue Wildwasser-Rutsche mit dem Namen AQUAcanyon, die sich durch die Canyons das Aqualandes schlängelt und eine neue Doppel-Rutsche namens AQUAracer, welche von einer neu installierten Startplattform aus startet.

Für die Erweiterung im Aqualand Köln wurde zuerst die alte Crazy River Reifenrutsche, die immerhin über zwei unterschiedliche Wege verfügte, abgerissen. Da man die Felsenlandschaft möglichst erhalten wollte - schließlich ist die Gestaltung ein Alleinstellungsmerkmal im Aqualand Köln - wurden die Felsen erst abgetragen, anschließend die AQUAcanyon eingebaut und danach wieder eine neue, zum Verlauf passende Felsenlandschaft, modelliert.
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Die Rutsche startet wie früher die Crazy River Reifenrutsche direkt neben der Boomerang. Die AQUAcanyon darf aber nicht mehr mit Reifen genutzt werden, es handelt sich um eine reine Bodyslide. Die Klarer-Rutsche beginnt mit einer Anlauf-Geraden, auf der man durch die Wassermassen auf Speed gebracht wird. Anschließend geht es geschlängelt durch die Felsenschluchten. Hier wird man teils ordentlich durch die Kurven gezerrt, dank abgerundeter Ecken und Winkel geht das Ganze aber erstaunlich sanft zur Sache. Bei rasanter Rutschpartie lassen sich blaue Flecken nie ganz verhindern, das gehört einfach dazu. Die Rutschpartie endet im etwa hüfttiefen Auslaufbecken. Wenn man hier liegend ankommt muss man aufpassen, um nicht unter die Wasseroberfläche gezogen werden - die Strömung im Auslauf ist recht stark, insgesamt ist die Rutsche eher nicht für Nichtschwimmer geeignet.
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Zweite neue Rutsche im Aqualand ist die AQUAracer. Dabei handelt es sich um eine Rutsche vom Typ Magic Twice des Schweizer Herstellers Klarer. Die Doppelrutsche verfügt über eine gleichgeschaltete Ampelanlage, sodass knackige Duelle auf den beiden Bahnen möglich sind. Leider ist den Konstrukteuren dabei ein kleiner Fehler unterlaufen, denn durch zwei Linkskurven ist die beim Start linke Bahn immer im Vorteil, eine ausgleichende Rechtskurve, um die Längen der beiden Bahnen in Einklang zu bringen, gibt es nicht. Da hilft es auch nicht, dass die zwei 360°-Kurven einmal links und einmal rechts herum verlaufen.
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Anders als das Pendant im Freizeitzentrum Hains Freital verfügt die AQUAracer im Aqualand Köln über keine Lichteffekte, stattdessen kommen Daylight-Ringe und -Punkte zum Einsatz. Das tut dem Rutschenspaß auf der Innen wechselnd rot, weiß und schwarz gestalteten Wettkampfrutsche natürlich keinen Abbruch. Los geht es mit einem schönen Drop am Start, damit man auf Geschwindigkeit kommt. Danach folgt eine langgezogene Linkskurve mit kurzer Gerade, die dann in die erste rechtsverlaufende 360°-Helix führt. Nach einer weiteren Zwischengeraden und einem kurzen Linksknick geht es nun durch die zweite 360°-Kurve, diesmal allerdings links herum. Nach 89,40 Rutschenmetern landet man im Flachwasser-Auslauf.
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Beide Bahnen sind durch eine halbhohe Plexiglas-Abtrennung voneinander separiert, man kann seinen Kontrahenten aber durchaus spüren. Je nach Kurve schwappt das Wasser über die Bande und veranschaulicht so deutlich, ob der Gegner direkt neben einem ist oder sogar vor einem liegt. Grenzwertig ist die letzte Kurve auf der linken Bahn. Hier kommt man durch den Schwung der Bande sehr nahe und hat ständig das Gefühl, gleich in der anderen Bahn zu hängen. Trotz rasanter Rutschpartien ist uns hier aber nichts passiert und wird haben es nicht über die Bande geschafft.
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Die Dritte Neuerung im Aqualand Köln betrifft die mittlerweile fünf Jahre alte Red Star Röhrenrutsche. Die durchgängig transluzent-rote Riesenrutsche wurde um ein sogenanntes Fake Element von Klarer erweitert. Dabei handelt es sich um eine optische Täuschung, bei der dem Rutscher suggeriert wird, als würde er durch eine gerade Röhre rasen und gleich mit einer LED-Wand kollidieren. Einen ähnlichen Effekt kennt man von den Infinity Jumps aus dem Freizeitzentrum Freital und dem Europabad Karlsruhe. Hier geht es aber kurz vor dem Display nicht in die Tiefe sondern schlagartig um die Kurve. Unserer Meinung nach kommt der Effekt noch besser rüber als beim Infinity Jump, ängstliche Zeitgenossen haben hier tatsächlich das Gefühl, jeden Moment mit einer virtuellen Explosion oder einem projezierten Baustellenschild zu kollidieren.
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Die neuen Attraktionen im Aqualand Köln bieten für Rutschenfans neue Gründe, dem tollen Erlebnisbad in Köln-Chorweiler einen Besuch abzustatten. Die beiden neuen Rutschen sind gelungen, die Crazy River Reifenrutsche haben wir zumindest nicht vermisst und die neue Wildwasser-Rutsche ist ein würdiger Nachfolger. Die AQUAracer macht vor allem zu Zweit jede Menge Spaß, wenn gerade kein Kontrahent vorhanden ist geht aber auch eine schnelle Rutschpartie alleine in Ordnung. Das Fake-Element ist eine gelungene Erweiterung der Red Star, so macht eine Rutschpartie durch die rote Röhre gleich nochmal mehr Spaß.
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Kleine Story am Rande: Ein Techniker erzählte uns, dass wähend der Bauarbeiten der LED-Screen noch nicht montiert war und lediglich eine Plexiglas-Scheibe das Element schützte. Bei einer abendlichen Rutschpartie wurde er dann von den auf der Meridianstraße fahrenden Scheinwerfern geblendet und hatte das Gefühl, gleich auf der Straße zu landen. Es geht also auch ohne Technik, wenn der Screen mal ausfallen sollte tut es zur Not auch einfach nur eine einfache Plexiglas-Scheibe.
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